
Das Ljusja Tschalowskaja - Denkmal
Ljussja Tschalowskaja, die Kundschafterin in der Dsershinskij-Gruppe der Brigade „Onkel Kolja“ war, wurde am 6. November 1943 von den Faschisten gefoltert. Sie beendete die 8. Klasse der Mittelschule № 2 der Stadt Borissow, als der Krieg begann. Sowie viele ihre Gleichaltrige konnte sie während der Okkupation untätig nicht sitzen. Sie wurde Mitglied der Komsomol-Jugend-Untergrundgruppe. Zusammen mit den anderen Jugendlichen suchte und versteckte sie Waffen, verteilte Flugblätter, sammelte Informationen über den Standort und die Umschichtung von deutschen Truppen. Ljussja war eine gute Gesprächspartnerin. Ohne Mühe bekam sie viele nützliche und wichtige Informationen. So, zum Beispiel, erfuhr sie, dass unter dem Nationalarbeitsbündnis der neuen Generation für die Jugend die faschistische Organisation verborgen war, die die Kundschafter für die Diversionen in unserem Hinterland vorbereitete.
Im Februar 1942, als es schon gefährlich war, in der Stadt zu bleiben, ging Ljussja in den Wald in die Dsershinskij-Gruppe der Brigade „Onkel Kolja“. Ljussja wurde Kundschafterin. Später kam in die Gruppe ihre Mutter mit den jüngeren Kindern. In Großmutters Rock und Jacke gekleidet ging sie als ein ländliches Mädchen durch die deutschen Posten, um mit anderen Patrioten in Kontakt zu sein. Sie brachte für sie Aufgaben, sammelte Informationen über die Bewaffnung und den Standort der deutschen Truppen. Für die Diversionen trug sie Minen den Arbeitern der Eisenbahn, der Streichholzfabrik und des Kraftwerks. Mehrmals brachte sie in die Abteilung die Passformulare mit allen Stempeln, die ihr der ehemalige Lehrer übergab, der während der Okkupation in der Passabteilung arbeitete. Einmal musste Ljussja ins Lager der Kriegsgefangenen eine Schere bringen, mit deren Hilfe der Stacheldraht abgeschnitten wurde. Und 50 Menschen konnten in den Wald flüchten.
In ihrem Kampf kannte Ljussja keine Beruhigung. Sie kehrte von einer Aufgabe zurück und ging sofort zur anderen. Das war fast 50-mal. Das Schreckliche geschah am 3. Oktober 1943, als einer der Agitatoren des Nationalarbeitsbündnisses sie auf dem Marktplatz erkannte. Er wusste, dass sie Partisanin war. Die Folter dauerten mehr als einen Monat. Dann wurde Ljussja im Gefängnishof erschossen. Vor dem Tod sammelte sie ihre letzten Kräfte und schrie: „Wir sind unbesiegbar und die Heimat rächt für unseren Tod!“
Es war wirklich so. Sechs Monate später überging unsere Armee zum aktiven Angriff und schon in den ersten Julitagen traf die Heimatstadt ihre Befreier. Ljudmila Iwanowna Tschalowskaja wurde mit zwei Orden des Vaterländischen Krieges des zweiten Grades postum ausgezeichnet. Die jungen Leute von Borissow stellten ihr für das verdiente Geld ein Denkmal in der Hauptstraße der Stadt auf. (Architekt - G. Kaljushny, Bildhauer – S.Selichanow). Ihren Namen trägt auch eine Straße der Stadt.




