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Das Schloss Borissow

Im Jahre 1776 schenkte König Stanislaw August das Schloss in Borissow dem Fürsten Michail Radziwill – dem letzten Magnaten des Grossfȕrstentum Litauen. Michail Radziwill stellte dort die Verwaltung auf und begann die Umgestaltung, die Ignat Oginski leitete. Er verwandelte sich das Schloss in den majestätishen hölzernen Bau mit einem hohen Steinfundament. Das Schloss befand sich im guten Zustand bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.

Nach der zweiten Teilung Rzeczpospolita ging Borissow an das Russische Imperium. Borissow wurde zur Kreisstadt innerhalb des Gouvernements Minsk. Noch 5 Jahre leiteten die Fürsten Radziwill Borissow. Am Anfang des 19. Jahrhunderts verliess der Fürst Michail Radziwill das Schloss und siedelte ins Besitztum in Alt-Borissow um.

Das Schloss ist eine heldenhafte Stelle. Es wurde am Ende des 13. Jahrhunderts –am Anfang des 14. Jahrhunderts gebaut. Es war Stadtzentrum. Das Schloss war ein Schauplatz zahlreicher Kriege wegen der Grenzanlage zwischen des Grossfȕrstentum Litauen und dem Moskauer Staat. Von einigen Monaten bis zum Jahr wurden dort die Belagerungen geführt. Das Schloss wurde vielmals zerstört. Aber es lebte wieder und wieder auf.

Viele Jahrhunderte erfüllte das Schloss eine wichtige staatliche Funktion. Am 10. August 1565 erwarb die Stadt Borissow das Wappen. Das Wappen stellte zwei Kriegstürme mit dazwischen auf einem silbernen Feld gestellten Toren und darüber der auf einer Wolke stehende Apostel Petrus, der in der rechten Hand den Schlüssel zur Stadt hält.  Das Recht der Stadt auf die Selbstverwaltung wurde 4 Male bestätigt: in 1577, 1595, 1640, 1792.

Nachdem der Fürst Michail Radziwill das Schloss im Jahre 1798 verlassen hatte, war es noch einige Jahre eine Stelle der adeligen Versammlungen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verwandelte sich ein Teil des Schlosses in Steinkerker. Im zweiten Teil des Schlosses war ein prächtiges Wochenendhaus von Herrn Engelfelt gebaut.

Heute blieben nur zerstörte Wände und das Schild “Das Schloss ist ein historisch-kulturelles Denkmal.”

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